Besonderheiten der Haushaltsverischerung

Eine Haushaltsversicherung hat wohl jeder Österreicher, wenn er nicht gerade auf dem Karton lebt, ob es allerdings die richtige Polizze war, stellt sich oft erst im Schadensfall heraus. Dabei hat das Produkt viele Vorzüge, die es sogar von den deutschen Nachbarn unterscheidet. Während bei den Teutonen eine private Haftpflichtversicherung extra zur (dort sogenannten) Hausratversicherung abgeschlossen wird, steckt die Haftpflicht in der österreichischen Haushaltsversicherung bereits drin. Diese Besonderheit gehört zu ihren größten Vorzügen.

Versicherungsumfang der Haushaltsversicherung

Es werden durch die Polizze prinzipiell alle Schäden an beweglichen Gegenständen abgedeckt, die in den eigenen vier Wänden durch Feuer, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl entstehen, die eingeschlossene Privathaftpflicht schützt vor den Schadenersatzansprüchen bei selbst verursachten Schäden. Diese können unter Umständen recht teuer werden, auch wenn niemand beim Haushaltsversicherung berechnen gerade an den Clownfisch denkt. Doch wenn dessen Aquarium überraschend entzweigeht, ist nicht nur der Fisch hinüber - auch der darunter wohnende Nachbar wird die Beseitigung des Wasserschadens an seiner Zimmerdecke verlangen. Dasselbe passiert, wenn der ansonsten liebe Hund Nachbars Kinder oder den Briefträger beißt oder die Thujenhecke im Garten durch einen glimmenden Zigarettenstummel abbrennt. All diese Schäden gehen gern in die Tausende, geschützt sind nur Haushalte, die eine Haftpflicht in ihren Haushaltsschutz eingeschlossen haben.

Haushaltsversicherung berechnen

Wer bei einem Haushaltsversicherung Vergleich nach den Kosten für die Polizze fragt, die sich zwischen einzelnen Anbietern enorm unterscheiden können, sollte seinen Haushalt einmal gründlich überrechnen. Ist die teure Video- und Fotoausrüstung eingeschlossen? Der Schmuck, die antiken Möbel oder das Musikinstrument? Erst wenn der Wert der Gegenstände feststeht, ist ein seriöser Haushaltsversicherung Vergleich möglich. Hier gibt es zwischen einzelnen Anbietern enorme Unterschiede, so wird eine Wiener Durchschnittswohnung (90 m²) von der Wiener Städtischen ohne Selbstbehalt schon für 145 Euro versichert, die deutsche Ergo verlangt 280 Euro, mithin fast das Doppelte. Wer einen kleinen Selbstbehalt in Kauf nimmt, kommt am günstigsten mit der Oberösterreichischen (89 Euro). Generell scheinen inländische Anbieter beim Vergleich besser abzuschneiden. Eine weitere Besonderheit darf nicht außer Acht gelassen werden: Die Versicherungsgesellschaft sollte einen Unterversicherungsverzicht anbieten. Das bedeutet, im Schadensfall wird bei Teilschäden - den häufigsten Schäden - nicht die Schadensumme mit der gesamten Versicherungssumme verglichen, was zur Teilregulierung führen würde. Lediglich bei Totalschaden erhält der Kunde zwangsläufig nicht mehr als die gesamte Deckungssumme ausbezahlt. Die Versicherungssummen und Laufzeiten unterscheiden sich ebenfalls beträchtlich, wobei die teuersten Polizzen keinesfalls den besten Schutz gewähren. Die österreichische Arbeiterkammer hat einen umfassenden Test vorgenommen und zieht das Fazit: Der Vorabvergleich lohnt sich in jedem Fall.
Feedback