Versicherungssumme

 

Die Versicherungssumme ist die Obergrenze der Entschädigungsleistung und in den meisten Fällen die Bemessungsgrundlage für die Gestaltung der Prämie. Da die Wohnungsgegenstände nicht auf einmal angeschafft werden, ist die Ermittlung der genauen Versicherungssumme  nicht einfach zu bestimmen.

Für die Ermittlung der Versicherungssumme gibt es 2 Varianten: bei einer wird anhand eines Summenerfassungsbogen die Summenversicherung ermittelt und bei der anderen wird eine Höchstentschädigungsgrenze nach der Größe der Wohnung als Pauschalversicherung definiert.

Summenerfassungsmethode

Anhand eines Fragebogens wird der tatsächliche Wert des Wohnungsinhalts ermittelt. Vorsicht ist hier geboten, da eine falsche Schätzung des Wertes zu einer Unter- oder Überversicherung führen kann. Oft wird der Wert der eigenen Wohnung unterschätzt oder wichtige Bestandteile vergessen, wie bzw. der Wert der Bekleidung, Ausstattung, Bücher, Gemälde und so weiter. Diese Methode ist dann empfehlenswert, wenn sich in der Wohnung entweder sehr geringe oder besonders wertvolle Werte (z.B. Antiquitäten, hochwertige Bücher oder Sammlungen, etc.) befinden. Bei so einer Summenversicherung ist es empfehlenswert in dem Vertrag einen Neuwertersatz zu vereinbaren.

Der Summenerfassungsbogen im Anhang soll Ihnen helfen, Werte zu erfassen und den Wohnungswert richtig einzuschätzen, um die Versicherungssumme ermitteln zu können:

Da diese Methode sehr aufwändig und bei Renovierungen und Neuanschaffungen ständig adaptiert werden muss, ist es mittlerweile üblich, dass die Versicherungssumme anhand der Wohnungsgröße in Quadratmeter und unter Anwendung eines Pauschalwertes ausgerechnet wird.

Quadratmetermethode

Die Pauschalwertmethode ist die in der Praxis meist verbreitete Methode für die Bewertung des Wohnungsinhaltes. Viele Versicherer sind dazu übergegangen, eine Höchstentschädigungsgrenze auf Basis der Wohnungsgröße anzubieten.

Diese Pauschalberechnung beruht in erster Linie auf der m² Anzahl. Bei den meisten Gesellschaften spielt die Ausstattungsqualität auch eine wichtige Rolle (einfach, komfortabel / gewöhnlich, gehoben, exklusiv). Für die Ermittlung wird pro Quadratmeter ein Pauschalwert festgestellt und mit der Quadratmeterzahl multipliziert. 

Bei der Pauschalwertmethode verzichtet der Versicherer auf den Einwand einer Unterversicherungunter der Voraussetzung, dass die Wohnungsgröße richtig angegebenwurde. Das bedeutet, dass in einem Schadensfall die tatsächliche Schadenshöhe bis zur vereinbarten Höchstversicherungsgrenze ausbezahlt wird. Trotzdem ist es wichtig, dass der Wert des Wohnungsinhaltes sich nicht gravierend von dem Pauschalwert unterscheidet. (siehe Punkt Unterversicherung)

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