Was ist bei der Haushaltsversicherung zu beachten

Die Plattform versichern24.at hat Anfang des Jahres (ab Jänner) eine Erhebung österreichischer Haushaltsversicherungen durchgeführt und einen Vergleich erstellt.. Auftraggeber war die Arbeiterkammer Österreichs, es ging um 26 Angebote, auf die zunächst fokussiert wurde. Allerdings ließen sich nur 15 Gesellschaften auf einen Vergleich ein, 8 Anbieter lehnten Auskünfte zwecks Vergleich ab, drei Gesellschaften vertreiben ihre Produkte nur in ihrem eigenen Bundesland. Die Arbeiterkammer und versichern24.at wollten wissen, wie teuer die Polizzen für eine Wiener Wohnung von 90 m² werden, wobei Feuer, Sturm, indirekter Blitzschlag, Leitungswasser, Vandalismus, Unterversicherungsverzicht, Neuwertersatz, Privathaftpflicht und Einbruchdiebstahl versichert werden sollten. Als Mindestversicherungssumme in der Privathaftpflicht wurden 500.000 Euro gefordert.

Unterschiede bei der Haushaltsversicherung

Bei den Leistungen und Prämien für die Haushaltsversicherung bestehen bei den einzelnen Gesellschaften große Unterschiede, weshalb Experten der Arbeiterkammer zum genauen Vergleich raten. Vor allem solle geprüft werden, welchen Leistungsbestandteil der Kunde wirklich benötigt. Grundsätzlich decken alle Polizzen die Schäden am beweglichen Inventar ab, also an allen Möbeln, Elektrogeräten, den Kleidern und dem Hausrat, den Teppichen ebenso wie den Antiquitäten und Büchern. Zusätzlich enthält die Haushaltsversicherung auch eine Privathaftpflichtversicherung, womit der Inhaber vor Schadenersatzansprüchen geschützt wird, die gegen ihn erhoben werden. Der AK Test weist große Prämienunterschiede auf, das günstigste Angebot ohne Selbstbehalt lautete auf 145 Euro (Wiener Städtische Versicherung), das teuerste auf 280 Euro (Ergo). Mit Selbstbehalt kann die Prämie noch wesentlich niedriger ausfallen, hier werden bei der Oberösterreichischen Versicherung nur 89 Euro fällig. Die Summen und Laufzeiten der Versicherungen unterscheiden sich ebenfalls, obgleich die niedrigeren Summen und kürzeren Laufzeiten keinesfalls Preisnachlässe bedeuten müssen. Wichtig für den Kunden: Ein Unterversicherungsverzicht sollte in jedem Fall vereinbart werden. 
 

Prämienveränderung seit 2007 

Die letzte Erhebung dieser Art hatte die Arbeiterkammer im Jahr 2007 durchgeführt. Seither sind die Prämien durchschnittlich um sieben Prozent (ohne Kaufkraftbereinigung) gestiegen, allerdings gibt es Ausnahmen: Die Zürich Connect wurde sehr viel teurer (65 Prozent), die Wiener Städtische wiederum deutlich günstiger (minus 39 Prozent). Auch aus diesem Grund empfehlen die Verbraucherexperten der Arbeiterkammer, nicht alles zu inkludieren, was die Versicherung im Paket anbietet. In vielen Fällen genügt ein preiswerter Basisschutz, nicht alle Zusatzbausteine der Top-Polizzen machen Sinn. Sparen können Versicherungsnehmer auch bei der Zahlungsweise, wobei eine jährliche Vorauszahlung üblicherweise am günstigsten ist. Für lange Laufzeiten gibt es Rabatte, darauf sollten Kunden achten, wenn sie die Haushaltsversicherung vergleichen. Immerhin können hier bis zu 30 Prozent gespart werden, die allerdings unter Umständen auch zum Teil zurückverlangt werden, wenn die Polizze vorzeitig gekündigt wird. Sollte ein Vertrag eine Dauerrabattklausel enthalten, die eine immer höhere Rückzahlung bei längerer Vertragslaufzeit fordert, wäre dies laut jüngsten Entscheidungen unzulässig.

 

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