Wasserschaden durch Waschmaschine

Viele Mieter haben eine Waschmaschine in der eigenen Wohnung stehen und es kommt beim Waschvorgang zu einem zum Auslaufen von Wasser. In einigen Fällen muss der eingetretene Schaden gleich drei Versicherungen gemeldet werden. Tritt neben den Schaden im Haushalt auch ein Schaden am Mauerwerk ein, so sind die Gebäudeversicherung, die Hausratsversicherung und die Privathaftpflichtversicherung, die Versicherungen, welche den Schaden regulieren müssen. Allerdings wird auch vom Nutzer der Wohnung ein Verhalten erwartet, dass der Schaden nicht zu groß wird.

Verlässt der Mieter die Wohnung für eine bestimmte Zeit und es kommt zum Wasserschaden am Schlauch der Waschmaschine, so ist in diesem Fall von grober Fahrlässigkeit die Rede. Der Nutzer muss in gewissen Abständen den Waschvorgang kontrollieren und auf ungewöhnliche Geräusche achten. Wird diese Vorgehensweise missachtet, so kann es passieren, dass die Haushaltsversicherung nur einen Teil des Schadens bezahlt. Bei den Gerichten kommt es wegen der Zahlungsmoral der Haushaltsversicherung immer wieder zu Prozessen. Der Grund sind die Streitigkeiten darüber, wo fangt die grobe Fahrlässigkeit an? Die einzelnen Richter setzen unterschiedliche Zeiten an, welche für eine Abwesenheit noch tolerierbar ist. Auch das Vorhandensein eines Aquastopps fliest bei der Beurteilung von einer entsprechenden Fahrlässigkeit mit in das Urteil ein. Weitere Informationen und Hintergründe gibt es hier.

Trägt nur der Mieter selbst einen Schaden davon, so übernimmt die Hausratsversicherung die Schadensregulierung an Möbeln und der Auslegware. Besonders wichtig ist, dass der Schadenshergang wahrheitsgemäß geschildert wird. Stellen sich bei dem Bericht Unstimmigkeiten heraus, so sind die Versicherungen berechtigt, die Zahlung zu verweigern. Einige Bürger berichten gern über eine höhere Schadenssumme und wollen auf diesem Weg die Versicherung prellen.

Bei relativ kleinen Wasserschäden gibt es bei den meisten Versicherungen keine Probleme und das Geld wird zügig ausgezahlt. Sollten im Haus mehrere Wohnungen in den unteren Etagen betroffen sein, so stellt sich schon die Frage, was ist hier schief gelaufen? Oft waren die Nutzer der Waschmaschine über eine längere Zeit nicht in der Wohnung und dadurch konnte sich der Wasserschaden so weit ausbreiten. Sollte dem Nutzer ein Vorsatz nachgewiesen werden, so muss keine Versicherung den entstandenen Schaden ersetzen. Diese Regelung gilt nicht nur bei Wasserschäden sondern kommt auch bei anderen Betrugsfällen zur Anwendung. Die Versicherungen beschäftigen sogar Detektive, um den Betrügern auf die Spur zu kommen.

Feedback