Viele Kunden fragen sich, ob sie eine Unfall- oder eine Berufsunfähigkeitspolice abschließen sollen. Dabei decken sie unterschiedliche Bereiche ab, sodass sich beide Versicherungen empfehlen. Im Folgenden erfahren Sie die Differenzen beim Versicherungsschutz.
Die Unfallversicherung: breites Leistungsspektrum
Mit einer Unfallpolice sichern Sie sich finanziell vor den Schäden ab, die durch ein Unglück auftreten. Sie erhalten dann auf Basis des entstandenen Invaliditätsgrads eine Kapitalleistung. In der Gliedertaxe schlüsseln die Versicherer die Leistungen auf. Bei der vollständigen Funktionsunfähigkeit eines Auges zahlt Ihnen die Gesellschaft zum Beispiel fünfzig Prozent der vereinbarten Versicherungssumme. Ein bis über das Knie gelähmtes oder amputiertes Bein führt zu einer Leistung von siebzig Prozent. Zusätzlich bieten einige Versicherer Rentenleistungen. Ab einem bestimmten Individualitätsgrad garantieren sie dann eine monatliche Rente in Höhe der festgelegten Summe und in der fixierten Laufzeit. Vor einem Vertragsabschluss sollten Sie auch eventuelle Sonderleistungen recherchieren, etwa die Übernahme von Bergungskosten oder Krankenhaustagegeld.
Unabdingbar bei Berufsunfähigkeit: die BU-Police
Eine BU-Versicherung gründet dagegen auf einem anderen Ansatz: Sie bezieht sich allein auf die Frage, ob Sie durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung Ihren bisherigen Beruf weiterhin ausüben können. Falls dies nicht zutrifft, tritt der Versicherungsschutz ein. Nur mit einer BU-Versicherung schützen Sie sich damit umfassend für den Fall der Berufsunfähigkeit. So können Sie beispielsweise auf die Funktionsfähigkeit aller Finger angewiesen sein. Verlieren Sie einen, zahlt die Unfallversicherung nur eine geringe Kapitalleistung. Aufgrund des niedrigen Invaliditätsgrads verweigert sie eine Rente. Bei einer Berufsunfähigkeitspolice kommt es dagegen nicht auf die Schwere der Verletzung an, sondern allein auf die Arbeitsfähigkeit. Mit einer solchen Versicherung bekommen Sie in diesem Beispiel die Rentenleistungen. Zudem sichert sie auch Berufsunfähigkeit infolge einer Krankheit ab, dieses Spektrum bleibt bei der Unfallversicherung außen vor. Andererseits bietet eine BU-Versicherung keinerlei finanziellen Schutz, wenn ein Unfall nicht zur Arbeitsunfähigkeit führt.
Beide Versicherungen sinnvoll
Mit einer Unfallpolice sorgen Sie für ein Unglück vor, bei dem Sie einen körperlichen Schaden erleiden. Der Grad der Invalidität bestimmt die Leistungen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen eine Rente, wenn ein Arzt feststellt, dass sie durch einen Unfall oder eine Erkrankung nicht mehr Ihrer bisherigen Tätigkeit nachgehen können. Beide Policen schließen sich somit nicht aus, sie ergänzen sich. Weitere Informationen zum Thema BU können Sie auch hier nachlesen.